- Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags kommen in einem ausführlichen (23 Seiten!) Gutachten vom 13. August 2026 zur Einschränkung von Asylbewerberleistungen in „Dublin-Fällen“ zu dem Schluss, dass eine Kürzung aller Leistungen „auf Null“ aus unionsrechtlicher Perspektive unter Berücksichtigung u.a. der EU-Grundrechtecharta ausgeschlossen sein dürfte, sondern dass jedenfalls das physische Existenzminimum („Brot, Bett und Seife“) und wohl auch ein Mindestmaß an Kleidung aufrechterhalten werden müsse. Ob aus unionsrechtlicher Sicht auch ein sozio-kulturelles Existenzminimum gewährleistet werden müsse, sei jedoch unklar.
- Im The New Humanitarian analysieren Allison West und Viola Castellano die Ende Juli erfolgte Entscheidung der Richterinnen und Richter des Internationalen Strafgerichtshofs, alle gegen den libyschen Staatsagenhörigen Khaled Mohamed Ali El Hishri erhobenen Anklagepunkte wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bestätigen; El Hishri war im Sommer 2025 in Deutschland verhaftet worden, ihm wird unter anderem die Folter von Migranten und Schutzsuchenden in Libyen zwischen 2014 und 2020 vorgeworfen.



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